Gastbeitrag: „Nicht unbedingt Neues“

Gastbeitrag von Norbert Pintsch

Das Problem erreichte einen persoenlich bereits in den neunziger Jahren des vergangen Jahrhunderts, vielleicht eher unbewusst.

Durch Auslandsprojekte in unterschiedlichen Laendern wurden Unregelmaessigkeiten beim Datentransfer bemerkt. Teil des Datentransfers waren auch merkwuerdige Stoerungen bei der Telefoniererei.

Irgendwann fiel auch die wiederfahrene besondere Aufmerksamkeit bei der Ein- und Ausreise jedes Landes auf.

Als dann zusaetzlich unauffaellig gekleidete Maenner unauffaellige Erkundungen in den verschiedenen Aufenthaltssorten einzogen, was nach einem Telefonat zwischen nicht-befreundeten Staaten stattfand und der private befreundete Ex-Chef eines Dienstes die Besonderheiten bestaetigte, spaetestens dann wurde klar: Da arbeiteten Dienste zusammen.

Es wurde auch klar: Das wird die Gegenwart!

Und durch die allgemeine Faszination der Handies und Computer-Nutzung war auch klar: Da laesst sich nichts mehr zurueckdrehen. Gerne und immer intensiver nutzt die Bevoelkerung zur Arbeit und zum Zeitvertreib die digitale Technik. Ueber das Facility-Management werden Haushaltsdaten und mehr gesammelt. Die digitale Technik, natuerlich, die muss man beibehalten und sich ihr unterordnen, wo auch immer. Arbeitsplaetze muessen erhalten bleiben und konkurrenzfaehig,-
es muss sich rechnen,- weiter so im allgemeinen Anpassungsprozess. Es scheint Allgemeingut und –verstaendnis zu sein, digitalisiert muss werden und gesichert muss werden,- Kameras schuetzen bis Unterkante Oberlippe jedwede Bewegung.

Durch den wachsenden Glaubensersatz an Wirtschaft, Wissenschaft und Technik ist dem kritischen Betrachter und aufmerksamen Verfolger verstreuter kleiner Nachrichtenfetzen bewusst: Es wird noch schlimmer! War schon jetzt die Demokratiehuelle kaum noch verdeckend, so loecherten und loechern unbekuemmerte Forscher weiter und weiter.

Gesichtsmuskelerkennung die auf ungute Gedankenwelt schliessen laesst, Beeinflussung bestimmter Gehirnregionen bis zum Ersatz derselben und Eingriffsmoeglichkeiten in den laufenden Betrieb des Human-Systems, eingepackt in Optimismus fuer phantastische Moeglichkeiten beim Einsatz fuer Behinderte, bereiten eine neue Normalitaet vor, ohne das eine Oeffentlichkeit boeses ahnt.

Es ist geradezu himmlisch und die vermeintlichen Verteidiger einer vermeintlich guten Sache sind fleissig, verdienen und erfreuen sich. Nichts ist sicher, weil alles gesichert wird im goldenen Kaefig, und wer nichts zu verbergen hat, dem geschieht auch nichts. Wo soll das Voegelein im goldenen Kaefig auch hinfliegen? Und Angst muss es doch wirklich nicht haben.

Es scheint im Grundprogramm des Zweibeiners etwas zu liegen, was blind macht wegen erwachsender Schein-Bedeutung und daraus resultierender Daseins-berechtigung, verbunden mit einkommenschaffenden Massnahmen.

Derweil wird ueber Menschenrechte diskutiert. Oh,- das tut gut und bewegt uns, die Masse der Menschlein.

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