Chinesisches IMAX

Die New York Times bringt heute in ihrer Druckausgabe (und bereits einen Tag zuvor online) diese Geschichte über das Großbild-Kinoverfahren IMAX und seine entsprechende chinesische „Adaption“ für den Weltmarkt:

http://www.nytimes.com/2014/02/03/business/media/imax-faces-a-threat-in-china.html?nl=todaysheadlines&emc=edit_th_20140203&_r=0

Man darf nüchtern feststellen, dass ein Konkurrenzverfahren zu IMAX von 1968 bis 2012 kein Thema war, auch, weil ein horizontal durch einen IMAX-Filmprojektor laufender 70-mm-Film eben seinen Preis hatte und ein rarer, teurer, materieller Gegenstand war, zudem der Spezialitäten-Kinomarkt für Großbildkinos weltweit sehr übersichtlich sich darstellte. Mit Filmmaterial wäre das also (wohl) nicht passiert.

Eine besondere Volte der Kinogeschichte ist nun, dass China nicht nur gelernt hat, feinste Software/Hardware-Konzepte umzusetzen, sondern auch, wie wichtig die Beherrschung des Unterhaltungsmarktes für die eigene, im Aufbau befindliche Hegemonie ist – und wie man seinen Heimatmarkt dabei von unliebsamer Konkurrenz kontrolliert sauber hält, dafür aber die ganze Welt damit beglückt. Die USA waren hierfür ein mehr als würdiges Vorbild — … waren.

http://de.wikipedia.org/wiki/IMAX

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