Die letzten Filmkopierwerke

Debra Kaufman veröffentliche gestern ihren Bericht The Last Film Lab? für CreativeCow.net über die letzten, noch operablen Filmkopierwerke (in Nordamerika mit einem Seitenblick nach UK) und beschreibt den Impakt, den der Verlust dieser Kulturreplikanten für eine Fortschreibung der Filmgeschichte im Sinne einer Replizierbarkeit des ‚Kunstwerks im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit‘ bedeutet.

http://library.creativecow.net/kaufman_debra/The-Last-Film-Lab/1

Dass man in Europa zwar gerne „das Filmerbe“ bewahren möchte, aber gleichzeitig nichts für den Erhalt der apparativen Besitzstände von gerade geschlossenen Filmkopierwerken getan hat – und von der Sicherung des vom Vergessen bedrohten Erfahrungswissens der frei gesetzten Filmkopierwerks-Laboranten zudem anscheinend vor lauter digitalem „Glitzer“ nichts wissen wollte, wird sich auf diesem Spezialgebiet der Kulturpflege wie des Kulturerhalts noch als jämmerlich erweisen.

Der von mir 2006 herausgegebene Band Zur Geschichte des Filmkopierwerks – A Short History of Cinema Film Post-Production als achte Ausgabe der „Weltwunder der Kinematographie“ ist nach wie vor über den lokalen Buchhandel oder direkt beim Verlag verfügbar – beim Online-Platzhirsch verlagsseitig jedoch nicht (mehr):

http://polzer.org/Polzer%20Media%20Group%20GmbH_files/WdK8.pdf

Weitere Ausgaben der „Weltwunder der Kinematographie“ sind als eBook im pdf-Format ohne DRM-Restriktionen bei BEAM verfügbar:

http://www.beam-ebooks.de/autoreninfo.php5?autor=Joachim%20Polzer%20(Herausgeber)

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