Prägende Momente

Pressefoto © EIKK e.V.

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Mein Engagement in Karlsruhe am EIKK-Institut war – wie bereits berichtet – nicht besonders glücklich. Dieser obige „Prägende Moment“ entstand im August 1996, als alle Mitarbeiter des EIKK für die Pressemappe portraitiert wurden; es ist – wie alle Fotografien – damit ein Überbleibsel, ein Relikt. Das Hauptprojekt in der kurzen Lebenszeit des „Europäischen Instituts des Kinofilms Karlsruhe“ war das ganztägige „Forum Kino Karlsruhe“ am 19. November 1996 im Konzerthaus Karlsruhe. Dieser singuläre „FKK“-Event machte deutlich, dass an der Spitze des Instituts ein Filmregisseur tätig war, der in Projekteinheiten dachte und nach Abschluss des einen Projektes dann zum seinem nächsten, seinen weiteren filmkünstlerischen Arbeiten, übergehen würde — und damit ein Institut wie einen Kinofilm, wie ein Projekt, aufbauend zu leiten gedachte. Ich hielt das für einen gravierenden Fehler in Richtung einer langfristig anzugehenden Aufbauarbeit mit prospektiv zu erzielender Substanz und Vernetzung. Mit „Hass“ auf den filmischen Brötchengeber Ö-R-Fernsehen wurden schließlich dicke EURO-Anträge geschrieben, in denen dann aber wohl ruchbar wurde, dass hier Filmer mit Projektabsicht statt Instituts-Bergwerker am Werke waren. Ohne Moos nix los, EURO lehnte ab, das Institut als Hülle war nach Ablauf der Anschubfinanzierung schließlich auch mehr oder weniger deaktiv. Bei so grundlegend divergenten Auffassungen erreichen einen dann halt auch Informationen, wie es die damals spendable Landesregierung wohl geschafft haben möge, mit so prunkvollen Namen — wie Prof. Klotz, Prof. Sloterdijk oder Prof. Reitz — Karlsruhe auf der Landkarte als einen dicker Punkt und zudem mit einem dickem Unterstrich in der geistigen Kunst- und Forschungslandschaft eintragen zu können. Auf diesen „FKK“-Event vom 19. November 1996, und meinen Beitrag daran, komme ich später nochmals zurück.

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