Old Couple versus Odd Couple

Unser Außenminister, heute in Washington DC:

„Because the internet has brought us closer than ever before, the loss of trust runs all the deeper – especially among young people, who lead much of their lives online. I am not here to pass judgment on Edward Snowden.

But one thing is clear: The practices he revealed have eroded the trust of America’s friends to an extent where it threatens to get in the way of all the other tasks, and all the other opportunities that we have.

And just to clarify: The problem is not the political trouble that the news of these practices have caused us. The problem is the practices themselves!“

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2014/140228-BM_Brookings_Institution.html

Klaus Remme vom Deutschlandfunk hat die Rede so kommentiert:

http://www.deutschlandfunk.de/washington-no-spy-abkommen-mit-den-usa-fraglich.720.de.html?dram:article_id=278817

Ein Old Couple braucht sich nichts mehr zu erklären, weil es durch die gemeinsam erlebte Zeit alles von sich bereits weiß. Das wirkt von Außen betrachtet unaktraktiv, weil so unprickelnd uncool. Bei einem Odd Couple hingegen erzeugt gerade dejenige Tatsache Komik und aufmerksamkeitsheischende Darstellungskraft für Außenstehende, dass das Selbstverständliche als Selbstverständliches explizit erklärt werden muss, so als sei der Partner schwerhörig. Die Verwechslung von beidem durch unseren Außenminister macht nun das glitschige diplomatische Parkett in den schmierigen Gängen des State Departments letztlich zu einer Schmierseifen-Arie.

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