Auf der schiefen Bahn mit Herrn Döpfner bei Axel Springer

Ich kann mich dem Lob von Fefe bezüglich Döpfners Offenem Brief an Google-Schmidt in der FAZ von heute nicht anschließen:

http://blog.fefe.de/?ts=adb08396

Erstens ist der Text voller schiefer Vergleiche; man sieht das gerade am Strom-Beispiel, dass Herr Döpfner sich in keinster Weise vorstellen kann, dass man sehr gerne „Off-Grid“ sein möchte. Das kommt in seinem Weltbild offenbar nicht vor.

Zweitens sind die beiden Beispiele der politischen Deregulierung, die er nennt – IBM und Microsoft –, ja gerade durch ihr Versagen gekennzeichnet: als im Ergebnis das Gegenteil dessen, was man beabsichtigt hatte. Microsoft ist durch Apple und Google im Markt „reguliert“ worden, also in der von Döpfner beschriebenen Variante 1 und 2: Selbstzufriedenheit und Wettbewerb.

Man hätte als erfolgreiche Beispiele politischer Deregulierung von Monopolen die Aufspaltung von BELL in die BABY-BELLS nennen können: die Zerschlagung der ökonomisch-technischen Großstruktur im Lokalen und die Gesamtaufspaltung der Großstruktur in viele Kleineinheiten, die sich nicht wieder verbinden dürfen.

Hierfür ist in der Tat Google ein wunderbarer Kanditat. Der Axel Springer Verlag AG/SE allerdings auch.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/mathias-doepfner-warum-wir-google-fuerchten-12897463.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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