Learning German with SPD and CDU: ZWECKENTFREMDUNGSVERBOT

Dass es in Berlin inzwischen ganze Viertel gibt, die nur noch als entvölkerte Ferienwohnungen mit aufgelöster Sozialstruktur existieren, arbeitet sicherlich nicht für eine menschenfreundliche Urbanität.

Dass Apps wie „AirBnB“ oder „Uber“ tradierte Geschäftsmodelle in Frage stellen und neue Einkommensmodelle generieren, kann man versuchen durch Gesetze einzudämmen und aufzuhalten.

Dass aber der Parteienstaat in Berlin die Symbiose von Arbeiten und Wohnen, Leben also, zugunsten von Schlafstätten mit Schlafstättenverordnung und Pendlerpauschalen auflösen will, ist eine Problemübertünchung, die weder das zu Grunde liegende Problem der Immobilienspekulation eindämmt, noch die Gentrifizierung beseitigt oder retardiert.

Vielmehr wird dadurch der Stadt als Lebensraum der Garaus gemacht. Berlin war seit der Jahrhundertwende mit ziemlicher Sicherheit am Umkippen. Jetzt aber wird das Umkippen gesetzlich verordnet und orchestriert.

Berlin braucht keinen neuen Flughafen. (Wer will da auch noch hin?)

Berlin braucht Umzugskisten. Zum Wegziehen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/zweckentfremdungsverbot-in-berlin-wohnungen-duerfen-nicht-gewerblich-genutzt-werden/9801978.html

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