Neues Netz

Man kann „Unser Jahr mit Edward Snowden“ wohl nicht treffender und genauer beschreiben, als Frank Rieger heute in der FAZ Online:

„Technisch gesehen, werden wir eine neue Basis für ein neues Netz bauen müssen, dass sich zumindest einer Vertrauenswürdigkeit annähert, indem es Massenüberwachung teuer und schwierig macht, schwerer zu manipulieren und für Infiltration zu missbrauchen ist. Das ist keine unlösbare Aufgabe. Quasi nebenbei schließt ein solcher Clean-slate-Ansatz auch noch viele Lücken, die heute für Online-Kriminalität ausgenutzt werden. Etwas Vertrauen in die Technik wieder herzustellen ist nur teuer und langwierig, aber nicht unmöglich.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/frank-rieger-ueber-unser-jahr-mit-edward-snowden-12976923.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Ansonsten verweise ich noch auf diesen Blogeintrag vom 14.04.2014 zu Constanze Kurz:

https://duskofdigital.wordpress.com/2014/04/14/grenzen-und-moglichkeiten-der-krisenintervention/

Dabei gilt weiterhin auch der Blogeintrag vom 29.01.2014, da Angriff stets die beste Verteidigung ist. Ich kann mit nämlich nicht vorstellen, dass seit den „btx“-Tagen der CCC nicht eine enorm gute Quelle für ‚Nachhilfestunden‘ war.

https://duskofdigital.wordpress.com/2014/01/29/der-flach-gehaltene-ball-fliegt-inzwischen-sehr-hoch/

„Gestapo“ und „Stasi“ konnten schließlich durch Staats- und Gesellschafts-Zusammenbrüche wieder „aus der Welt geschafft werden“, freilich mit Nachwirkungen auf der Ebene der jeweils weiter-handelnden und noch weiter-lebenden Personen, die im Anschluss eben einem Mehr oder einem Weniger an Ächtung ausgesetzt waren, wenn sie nicht als „Profis“ mit „Erfahrungshorizont“ gleich in neuen Strukturen weiterwirken durften.

Inwieweit der bevorstehende Zusammenbruch des Weltfinanzsystems auf eine wache und vorbereitete Gesellschaft jeweils treffen wird, die dann auf der Basis von unmanipulierten, spinn-freien Informationen kluge Entscheidungen wird treffen können, darf die weitere Entwicklung zeigen.

Ebenso dürfte sich erst dann zeigen, inwieweit die Überwachungsbedrohung präventiv weiterhin dazu in der Lage sein wird, Massenaufstände im Falle eines Ausfall des internationalen Zahlungsverkehrs, bei der abrupten Einstellung des Welthandels und beim plötzlichen Verlust lokaler Kaufkraft von Geld zu verhindern.

Hilfreich dürfte in jedem Falle sein, sich mit Skalierungsgrößen auseinander zu setzen, wie dies Leopold Kohr in seinem Lebenswerk tat, um Einzusehen, dass auch Dorfentwicklungsprojekte, das Leben in selbstversorgenden Ökodörfern, überhaupt Subsistenzwirtschaft und lokale Verrechnungseinheiten bestimmt gute und heilende Projekte sind. „Neues Netzwerk“ als Begriff bekommt dann, im „Breakdown of Nations“, plötzlich einen ganz neuen Klang.

http://www.omvs.at/de/autoren/kohr-leopold-44/

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