Sacrow

Von der Zugänglichkeit auf dem Landweg her gesehen, ist der Sacrower Schlosspark einschließlich der Heilandskirche einer der unzugänglichsten Verkehrsorte im Stadtgebiet von Potsdam, während die Prunkseite einem stets, von Schwanenalle und Glienicker Brücke aus gesehen, in unmittelbarer Reichweite zugewandt erscheint.

Hier zu wohnen verdoppelt diesen Januscharakter zwischen Schein-Nähe und Unzugänglichkeit ins Geomantische. Ständig vom Charme dieser Kirche umweht zu sein, ist im besten Falle „romantisch“, eher aber bereits „jenseitig“ im Leben gewesen: todessehnsüchtig.

Es sei denn, man kann über Wasser laufen; vom „Potsdamer Wassertaxi“ ist jedenfalls derzeit wenig zu sehen. Andererseits spart man sich in Sacrow den lokalpolitisch gewollten Rückstau der Autoschlangen auf der Stadtautobahn zu Berufsverkehr-Zeiten, wenn man direkt über Kladow-Spandau zum Tegeler Flughafen anfahren kann. Man ist sozusagen eigentlich erst gar nicht in Potsdam drin.

Es bleibt das Refugium am Sacrower See. War wohl ideal zum Schreiben.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/zum-tod-von-faz-herausgeber-frank-schirrmacher-ein-wunderkind-mit-freude-am-experiment/10036708.html

http://www.deutschlandfunk.de/frank-schirrmacher-es-wurde-noch-einmal-gezeigt-wie-total.694.de.html?dram:article_id=289836

http://www.tagesspiegel.de/kultur/abschied-von-frank-schirrmacher-der-tod-die-worte-und-ein-pfau/10084392.html

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