BYUNG CHUL HAN

Zu den positiven Effekten der derzeitigen „Digitalen Dämmerung“ gehört vorrangig, dass die tatsächlichen Verhältnisse jetzt eben auch schonungslos erkannt und dezidiert benannt werden können; die Verhältnisse und Beziehungen, wie sie sich in den letzten rund 49 (= 7 x 7) Jahren seit Mitte der 1960er-Jahre entwickelt haben. Wenn die Philosophie zu der Basis einer gesellschaftlich-historischen Reflexion des Tatsächlichen zurückkehren kann, hat sie endlich auch wieder eine Bedeutung, einen Sinn.

Bei Byung Chul Han entsteht dabei im Aufspüren und Entdecken von Ähnlichkeiten Vergleichbarkeit; denn der Vergleich erst macht Unterscheidung möglich. Darin arbeitet die Kernmethode von Byung Chul Han analog, mit Analogiebeziehungen. Und darin ist dieses Denken von der Methode her (und nicht nur vom Inhalt) heilsam; es ist heilsames Denken. Es reiht sich dabei in den Kanon der analog mit Entsprechungen arbeitenden Kulturmethoden ein, zu der auch die Homöopathie und die Astrologie gehören; auf einer ästhetisch sich offenbarenden Bewegtbild-/Auditiv-Ebene auch die Kinogeschichte des Tatsächlichen.

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2014/05/byung-chul-han-philosophie-neoliberalismus/komplettansicht

http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/neoliberales-herrschaftssystem-warum-heute-keine-revolution-moeglich-ist-1.2110256

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