Masern

Wenn im mathematischen Denken der Bipolarität von Null und Eins geschulte Informatiker plötzlich anfangen, sich als Medizinexperten aufzuspielen, kommt dabei so etwas heraus, wie jüngst in Felix von Leitners „Fefes Blog“:

http://blog.fefe.de/?ts=aa1159c0

http://blog.fefe.de/?ts=aa1173c1

Dabei wäre das Entscheidende für ein machtkritisches Publizistikorgan gewesen, herauszuarbeiten, dass die jüngste Epedemie in räumlicher Nähe (was ist derzeit eigentlich aus Ebola geworden?) ihren Ursprung wohl in desolaten Lebensverhältnissen von Einwanderern hierzulande hat, wie eben Armut und beengte Lebensverhältnisse begünstigend auf die Verbreitung von destruktiven Wesenheiten wie eben Epedemien wirkt. Dabei sind Masern gegenüber Tuberkulose noch relativ harmlos.

Statt dessen erleben wir nun bei „Fefe“ einen Seitenwechsel von der Machtkritik hinüber zur medizinischen Macht der Impfapparate, ausgetragen mit allen Mitteln des Eris-haften „Zankapfels“. Keine der beiden Seiten – „Impfbefürworter“ und „Impfgegener“ – hat recht, schon gar nicht das Recht, diesen Diskurs als Polarität von Nullen und Einsen zu verfestigen, wo eben Erkenntnis und Bewußtsein notwendig wäre und nicht der statistische Austausch von Banalitäten als Verständnisgrundlage für die Wesenheit von Krankheit herhalten muss.

 


Korrektur: Mit Frank Rieger zusammen gibt Fefe den Podcast „Alternativlos“ heraus; Felix von Leitner ist der Autor des Text-Blogs fefe.blog.de.

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