Der Gaslichtvergleich von Alexander Kluge, die CompactCassette und Ultra-Panavison-70

Im Moment des Vergehens durch den technischen Fortschritt blüht die alte, obsolet gewordene, vorangegangene, bereits im Alltagsgebrauch durch neue Technologie abgelöste, apparative Technik vorübergehend wieder auf, in einer Weise frugal, wie es zuvor unbekannt war. Alexander Kluge machte diese Beobachtung in einem seiner letzten Kino-Essayfilme (war es „Die Macht der Gefühle“?) am Beispiel des wundersamen „Wiederaufleuchtens“ von kunstvoll verzierten, luxuriösen Gaslichtern als Wohnungsbeleuchtung, als der elektrische Strom und die Glühlampe bereits als eingeführt gelten konnten und beide ihre flächendeckende Versorgung zumindest in den Städten bereits vollzogen hatten.

Insofern ist nun kein Wunder, dass sowohl die CompactCassette wie auch Ultra-Panavison-70 als Kino-Breitwandverfahren des Filmbandkinos gerade neue Urstände feiern, wie man es zuvor so noch nie gesehen und gehört hatte, und als ob man denken könnte, das das technische Trajekt von nun an in eine andere Richtung weiterlaufen könnte.

Die Geschichte lehrt allerdings etwas anderes.

http://www.nytimes.com/2015/12/24/opinion/our-misplaced-nostalgia-for-cassette-tapes.html

http://variety.com/2015/film/in-contention/hateful-eight-70mm-roadshow-set-for-100-theaters-and-44-markets-exclusive-1201661130/

http://variety.com/2015/film/in-contention/hateful-eight-cinematography-70mm-ultra-panavision-1201655779/

http://variety.com/2015/artisans/in-contention/robert-richardson-hateful-eight-dp-1201655879/

http://www.in70mm.com/news/2016/hatefulpress/index.htm

http://www.in70mm.com/news/2016/hateful_8/index.htm

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