„Das Dumme an Archivaren ist ihre Liebe zum Gegenständlichen.“

Es ist bemerkenswert, wenn einstige Hofberichterstatter von „Gedächtnisinstitutionen“ endlich merken, auf wen sie da die ganze Zeit hereingefallen sind.

Jedenfalls stellen die beiden, neueren Beiträge von Gerhard Midding rund um den Diskurs des Gegenständlichen der alten Filme, zu Fragen des Erhalts der audiovisuellen Kulturtechnik basierend auf Filmmaterial, eine Zäsur dar. Sie fangen an, kritische Fragen zu stellen.

Zum Beispiel nach der Berliner Nofretete, die ja auch bereits im 3-D-Scan digitalisiert vorliegt, die man als solcher, als Netzplan, easy durch den 3-D-Drucker jagen kann, um anschließend mit neuer Tünche wie neu ausstellen zu können: keine Kratzer und Spratzer mehr, sieht aus wie damals frisch! Das blöde Original mit dem hohen Versicherungswert wird als Muster ohne Wert endlich als Raubkunst ohne Wert nach Ägypten zurückgegeben oder gleich als hiesiger Sondermüll verwertet, am besten in Nitratfeuern. Fall gelöst.

Undenkbar ?

Nein, nicht in der „Unkulturwelt“ der filmischen Gedächtnisinstitutionen in Deutschland:

https://www.epd-film.de/blogs/autorenblogs/2016/brandnostalgisch

http://www.epd-film.de/themen/filmarchivierung-das-arche-noah-prinzip

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Verknüpfungen abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.