Karl Ferdinand Braun

Der Erfinder der Braun’schen Röhre, Karl Ferdinand Braun, starb vor 100 Jahren am 20. April 1918.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Braun

Die Kathodenstrahlröhre (CRT) seit 1897 war später das entscheidende Element als Kernkomponente und Voraussetzung elektronischer Bildwiedergabe für Fernseh- und Video-Signale, als Lichtquelle in Flying-Spot-Filmabtastern (Lichtpunktabtaster als Gerät zur Sendung von Kinefilm im Fernsehen), für Oszilloskope, Radarbildschirme und schließlich auch für die frühen Generationen von Computer-Monitoren im 20.Jahrhundert. Der erste Schwarz-Weiß-Fernseher mit Bildröhre datiert auf das Jahr 1926. Im Medienbereich der elektronischen Bilder stellt die Kathodenstrahlröhre für das 20. Jahrhundert die Zentraltechnologie dar, gepaart mit der elektronischen Bildaufnahmeröhre, dessen Bilder sie zur Darstellung brachte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kathodenstrahlröhre

https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtpunktabtaster

https://de.wikipedia.org/wiki/Filmabtaster

Ohne Braun’sche Röhre hätte es im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts eine Transformation der filmmaterial-basierten Kinefilm-Anwendungen – nach der Jahrhundertmitte – hin zu Elektronikanwendungen bei den bewegten Bildern nicht gegeben. Demgegenüber bleibt zu konstatieren, dass sich bei der Aufführung von bewegten Großbildern die Abspiel-Technologie von Filmmaterial durch Projektion im Kino bis 2010/2011 als Standard gehalten hat. Die Braun’sche Röhre war stets – im Verhältnis zu Kino-Größenverhältnissen – eine Anwendung für’s Heim, Büro und allenfalls Kleingruppengrößen, wie dies auch Fotografien von Menschtrauben vor winzigen Apparaten bei den ersten Liveübertragungen des Fernsehens der 1950er-Jahre belegen. Von der Eidophor-Großprojektion auf der Basis von in heißes Öl auf rotierendem Spiegel gebrannten CRT-Bildern bis hin zu den (lichtschwachen) Röhren-Videobeamern war noch ein weiter Weg zurückzulegen; das analoge Videosignal hatte zudem seine bandbreiten-determinierten Auflösungsgrenzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eidophor

https://de.wikipedia.org/wiki/Röhrenprojektor

Transformativ nach einer Anwendungszeit von rund 80 Jahren auch der Übergang zum „flachen Bildschirm“ mit LEDs, OLEDs oder Plasma als bilderzeugende Nachfolge-Technologie in Digitalien. Heute finden sich Röhrenbildschirme in großer Anzahl als Röhrenfernseher und Röhren-Computermonitore auf den Elektronik-Friedhöfen der Technik-Müllverwerter, im besten Falle zu Recyclingzwecken der Rohstoffe.

Die Umkehrung der Bildröhren-Technologie zu Aufnahmezwecken war die Bildaufnahmeröhre (video camera tube), von der das Ikonoskop (durch Zworykin und Farnsworth) und die Vidicon-Röhre (bei RCA, Philips, Toshiba u.a.) prominente Vertreter in der Anfangszeit für die Erzeugung bewegter Elektronikbilder waren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ikonoskop

https://de.wikipedia.org/wiki/Vidicon

Mit der Entwicklung der Quadruplex-Technologie durch AMPEX seit 1956 stand für die elektronisch-analogen Signale der bewegten Bilder erstmals eine praxistaugliche, native Aufzeichnungsmöglichkeit auf Magnetband bereit, die um die Anwendung eines Kinescopes (filmstreifen-basierte Film-Aufnahmekameras vor Röhrenmonitoren als Geräteanwendung) herum kam.

https://de.wikipedia.org/wiki/Quadruplex

https://de.wikipedia.org/wiki/Kinescope

Magnetband-Chronologie als ebook

Um die Verwirrung komplett zu machen, sollte das Synonym „Kineskop“ für die Zworykin-Bildwiedergaberöhre von 1929 nicht mit dem oben erwähnten „Kinescope“ verwechselt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fernsehen#Geschichte

DAS ARCHIV, das Magazin für Kommunikationsgeschichte der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, würdigte Karl Ferdinand Braun in der aktuellen Ausgabe 1/2018 auf Seite 44.

http://www.digitalfernsehen.de/Telegrafie-und-Fernsehpionier-100-Todestag-von-Physiker-Braun.164014.0.html

https://www.br.de/themen/wissen/braun-ferdinand-karl-braunsche-roehre-telegrafie-100.html

https://www.vdi-nachrichten.com/Karriere/Der-Mann-Roehre

Und dann noch die dpa-Meldung via Heise-Newsletter als Nachtrag:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Telegrafie-und-Fernsehpionier-100-Todestag-des-Physikers-Ferdinand-Braun-4028158.html

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