Soll man „Filmkultur“ akademisch lernen ?

In Frankfurt am Main wird derzeit als inter-institutionelles Projekt der akademische Master-Studiengang Filmkultur („Film Culture: Archiving, Programming, Presentation“) begründet.

Ziel der Programms sei:

„The master’s program aims at training scientific personnel for film culture intuitions, such as film and media archives, museums, festivals, as well as for film laboratories, televisions and media companies. The program provides a solid scholarly knowledge of film and media as well as professional skills in film archiving and curatorship. At the same time, the program offers a research focus on film culture and archiving, with graduates becoming eligible for Ph.D. programs in film and media studies upon graduation.“

Meine Vorbehalte dagegen sind weniger inhaltlich und formal begründet. Vielmehr wird sich hier ebenfalls, wie in den bereits bestehenden akademischen Filmrestaurierungs-Studiengängen und bei den Filmschulen auch, sehr schnell zeigen, dass der Massen-Ausstoß an Graduierten und damit Berechtigten in keiner Weise mit den beruflichen Marktgegebenheiten in Einklang gebracht werden kann. Soll der Wissenserwerb eine Spielerei und ein Hobby bleiben, benötigt es keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Lehrende und deren Institutionen. Die Legende „Nur einer kam durch„, wonach der eine Wenders oder Petersen den ganzen institutionellen Aufwand rückwirkend und als Antizipation auch zukünftig rechtfertigt (und die anderen eben nur mitlaufen und die Getriebe geschmeidig halten), erscheint mir antiquiert. Die ganze Mühe hätte man anders aufsetzen müssen, an der beruflichen Zukunft, der Archivschränke öffnenden Basisarbeit eben, — und nicht an den zu geringen Chancen ihrer Verwirklichung.

http://master-filmkultur.de/medien/2018/03/Minding_the_Materiality_of_Film_FINAL.pdf

http://master-filmkultur.de/

 

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