Heinz Haber wiedergelesen: „Stirbt unser blauer Planet?“ von 1973

Wenn ein sozialpsychologischer Erkenntnisbegriff wie „Klimahysterie“ unter Juryentscheidung zum „Unwort des Jahres“ gekürt wird, wie geschehen, dann zeigt dies – nach Jean Gebser – die Deffizienz der herrschenden Bewußtseinsstruktur an, ihren Wirksamkeitsverlust. Dass wir in den 1970er-Jahren mit einer differenzierten Erkenntnis und Darstellung der komplexen Menschheitsprobleme weiter, weil klarer und luzider waren, belegt mir ein Griff in meine Privatbibliothek: Eine meiner frühesten Bucherwerbungen war der 1973 bei DVA ersterschienene Band „Stirbt unser blauer Planet?“ von Heinz Haber, der hier seine Standortverlagerungen vom Wissenschaftspositivisten und Weltraumhobbyisten zum fortschrittskritischen Analytiker vollzieht und gleichzeitig dokumentiert. Aus dem Buchprojekt wurde 1974 eine 12-
teilige ZDF-Wissenschafts-Sendereihe; 1975 erschien der Band als Rowohlt Taschenbuch.

Ohne die gesellschaftlichen, kulturellen und geistigen Veränderungen seit 1966 (vgl. Werner Held: 1. Uranus/Pluto-Konjunktion) wäre dies undenkbar gewesen. Die „Pagemaker-Revolution“ des digitalen Mainstreams seit 1966 (vgl. Werner Held: 3. Uranus/Pluto-Konjunktion) samt deren ‚Aufhübschung des Lebens‘ seit 1982 (Saturn/Pluto-Konjunktion in Waage) hatte dann den Blick verstellt, den Erkenntnissen auch Taten folgen zu lassen, was uns jetzt (Saturn/Pluto-Konjunktion in Steinbock, 12. Januar 2020) auf die Füße fällt.

Habers Buch ist angesichts der „Klimahysterie“ mit ihrer Blickverengung und Perspektivverdrehung dringend wieder und neu zu lesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Haber

https://de.wikipedia.org/wiki/Stirbt_unser_blauer_Planet%3F

http://www.werner-held.de

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