LzL Links zur Lage: Neues Süddeutschland & Deutschlandsender – Stimme der DDR | Radio DDR III.Programm

Wer wachsam liest und hört, bemerkt die schleichende Diskursführung hin zu „DDR Reloaded“ durch die Publizistik der Aktuellen:

Man braucht zur Überprüfung lediglich geringfügige Begriffswechsel durchführen und einige Vokabeln wie „Kapitalist“, „Marxismus-Leninismus“, „Politbüro“, „Planerfüllung“ und „Gerhard Löwenthal“ durch Begriffe wie „Verschwörungstheoretiker“, „Virologie-Epedemiologie-Impferlösung“, „Gates-Stiftung“, „ausgewogene Berichterstattung“ und „Ken Jebsen“ ersetzen, — so als ob der leibhaftige Karl Eduard von Schnitzler wieder auferstanden wäre. Dann bemerkt man das Muster sofort, und weiß, wohin der Hase läuft:

Marcus Klöckner bei Telepolis am 01. Juni 2020 zum diskursiven Verfolgungswahn der Süddeutschen Zeitung:

https://www.heise.de/tp/features/Sueddeutsche-Anklageschrift-in-Nachrichtenform-gegen-kritischen-Professor-4770614.html?seite=all

Kritischer Journalismus sieht bei Sandra Schulz vom Deutschlandfunk am 02. Juni 2020 so aus:

https://www.deutschlandfunk.de/bill-und-melinda-gates-stiftung-nehmen-keinen-einfluss-auf.694.de.html?dram:article_id=477792

Es hört sich an, als ob sich zwei Parteien stillschweigend darüber einig sind, dass auch eine kritische Frage gefragt werden darf. Schließlich betreibt man beim Deutschlandsender ja echten Journalismus und keine vaccinale Propaganda. Die Antwort auf die kritische Frage in diesem Interview klingt nach: „Das Politbüro der Gates-Stiftung entscheidet. Die da oben werden wohl wissen, was sie tun.“ – Damit ist dann für den investigativen Journalismus bereits alles gesagt. Nächste Frage bitte.

Grund genug, dass es dann im selben Programm als Bestandteil der stündlichen DLF-Nachrichtensendung, ebenfalls am 02. Juni 2020, gleich die Selbstbeweihräucherungs-Meldung der Planerfüllung gibt:

„Corona-Pandemie – Studie sieht differenzierte Berichterstattung klassischer Medien
Die klassischen Nachrichtenmedien haben laut einer Studie ein differenziertes Bild der Corona-Pandemie gezeichnet.“

http://www.deutschlandfunk.de/corona-pandemie-studie-sieht-differenzierte.1939.de.html?drn:news_id=1136873

Es ist wahrscheinlich eine sozialpsychische Überlastung und zugleich auch Traumaabwehr, nicht zu begreifen, dass es gar nicht darauf ankommt, ob das Virus stochastisch oder intentional in die Menschenwelt kam, sondern die Technikinstallationen der Virenlabore eine Einrichtung der ‚Risikogesellschaft‘ (Beck) darstellen. Wenn es nicht so war, hätte es sehr wahrscheinlich aber so sein können. Dies ist die drohende Gefahr: das es wieder und schlimmer passiert.

Dieser Umstand führt derzeit, wie Mathias Bröckers am 22. Mai 2020 in seinem Blog bemerkt, zu einer Verschwörungsinflation:

https://www.broeckers.com/2020/05/22/verschworungsinflation/

Es wäre jetzt überaus tragisch, wenn diese Überlastung und Traumaabwehr-Mechanismen schließlich zur gesellschaftlichen Regression auf eine DDR Version 2.0 führen würde.

Viren werden iterativ uns weiter belästigen; die Suche nach der Nische zum Drinleben folgt anscheinend bekannten Mustern der Historie. Die Gedanken gehen der zu schaffenden Realität voraus.

Statt in Geschichtsmodelle zu regredieren, ist die historische Analyse zielführender, sie führt nach Vorne in’s Freie.

Albrecht Goeschel stellt bei Telepolis am 02. Juni 2020 die Hauptideologieführung des Virologie-Komplexes in einen medizinhistorischen Kontext und Zusammenhang:

https://www.heise.de/tp/features/Von-der-Organmedizin-zur-Virusmedizin-4765321.html

Er schreibt:

„Nicht vergessen werden darf auch, dass zahlreiche der führenden Theoretiker und Praktiker einer psychosomatisch-sozialepidemiologisch orientierten Medizin nach 1933 ins Exil gegangen sind und damit für die gesundheitliche Versorgung auch im Nachkriegsdeutschland verloren waren.“

… und …

„Kein Wunder also, wenn die Leute nicht aus selbst verschuldeter Dummheit, sondern wegen „strukturell-funktioneller“ Verdummung beim Stichwort „Virus“ in Panik geraten. Infolge ihrer organmedizinischen Bevormundung und Gläubigkeit können sie mehrheitlich gar nicht auf den Gedanken kommen, dass vielleicht die Daten des zum Regierungsapparat zählenden Robert Koch-Instituts (RKI) ohne jegliche Beziehung zur jeweiligen regionalen, sozialen, gendermäßigen, demographischen und epidemiologischen Situation bestenfalls dummes Zeug oder vielleicht sogar politiknahe Heimtücke sind.“

Die psychisch-mentale Überlastung der Gegenwart stellt sich in diesem Zusammenhang als Spätschaden der deutschen Geschichte dar. Der deutsche Sonderweg der Gegenwart folgte dem deutschen Sonderweg der Geschichte.

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Update, 05.06.2020: Was öffentlich-rechtlicher Rundfunk an investigativer Berichterstattung so alles kann, wenn er darf und will, zeigt ausgerechnet wieder
Die Anstalt als Politsatire:
„Die echte Tafelnummer über Bill Gates
und zur Bill & Melinda-Gates-Stiftung“

Die Anstalt vom 2. Juni 2020 – Politsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner.
ZDF-Video hier:
https://rodlzdf-a.akamaihd.net/none/zdf/20/06/200602_clip_11_dan/1/200602_clip_11_dan_3360k_p36v15.mp4

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