DDD Diskurs Digitale Dämmerung | Filmmuseen und Filmarchive im Zeitalter der Digitalisierung

DDD Diskurs Digitale Dämmerung: Podcast Folge 41
Kinogong und Platzanweiser: Kinogeschichten zur Kinogeschichte

Filmmuseen und Filmarchive im Zeitalter der Digitalisierung

Spieldauer: 119 Minuten

Kinogong und Platzanweiser sind wieder unterwegs vor Ort. Diesmal mit einer Dokumentation zweier Tagungs-Vorträge zu „Filmmuseen und Filmarchive im Zeitalter der Digitalisierung“ anlässlich der Tagung „Film:ReStored_01“ im Berliner Filmhaus vom September 2016, inklusive anschließendem Dialog.

Es sprechen Paolo Cherchi Usai, Chefkurator der Bewegtbildabteilung im George Eastman Museum, Rochester, US-Bundesstaat New York und Dr. Michael Hollmann als Behördenleiter des Bundesarchivs-Filmarchiv.

Sendetermin der Radiosendung:
FRS Freies Radio Stuttgart
UKW Stuttgart 99,2 MHz
http://www.freies-radio.de
am 03. Oktober 2016
zwischen 10 und 12 Uhr mittags.

Download als .mp3-Datei (108 MB):
https://www.hidrive.strato.com/lnk/WctAPJoO

Download als .opus-Datei (29 MB):
https://www.hidrive.strato.com/lnk/9CNgvR8D
Anmerkung: Der VLC-Player und Firefox/Chrome-Browser spielen .opus-Dateien ab.

Die Website der Tagung mit Gesamtprogramm:
https://www.deutsche-kinemathek.de/veranstaltungen/film-restored

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Paul Schreyer zum 15. Jahrestag von 9/11

Paul Schreyer bei den Nachdenkseiten mit einem Text zu einigen, wesentlichen, unbequemen und bedauerlicherweise „vergessenen“ Fakten:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=34894

 

 

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„Das Dumme an Archivaren ist ihre Liebe zum Gegenständlichen.“

Es ist bemerkenswert, wenn einstige Hofberichterstatter von „Gedächtnisinstitutionen“ endlich merken, auf wen sie da die ganze Zeit hereingefallen sind.

Jedenfalls stellen die beiden, neueren Beiträge von Gerhard Midding rund um den Diskurs des Gegenständlichen der alten Filme, zu Fragen des Erhalts der audiovisuellen Kulturtechnik basierend auf Filmmaterial, eine Zäsur dar. Sie fangen an, kritische Fragen zu stellen.

Zum Beispiel nach der Berliner Nofretete, die ja auch bereits im 3-D-Scan digitalisiert vorliegt, die man als solcher, als Netzplan, easy durch den 3-D-Drucker jagen kann, um anschließend mit neuer Tünche wie neu ausstellen zu können: keine Kratzer und Spratzer mehr, sieht aus wie damals frisch! Das blöde Original mit dem hohen Versicherungswert wird als Muster ohne Wert endlich als Raubkunst ohne Wert nach Ägypten zurückgegeben oder gleich als hiesiger Sondermüll verwertet, am besten in Nitratfeuern. Fall gelöst.

Undenkbar ?

Nein, nicht in der „Unkulturwelt“ der filmischen Gedächtnisinstitutionen in Deutschland:

https://www.epd-film.de/blogs/autorenblogs/2016/brandnostalgisch

http://www.epd-film.de/themen/filmarchivierung-das-arche-noah-prinzip

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DDD Diskurs Digitale Dämmerung | Joachim Polzer im Gespräch mit Jean-Pierre Gutzeit | Metamorphosen des Kinoerbes: Dateien statt Filme

DDD Diskurs Digitale Dämmerung: Podcast Folge 40
Kinogong und Platzanweiser: Kinogeschichten zur Kinogeschichte

Joachim Polzer im Gespräch mit Jean-Pierre Gutzeit:

Kinematheken, Staatsarchive, Film-Sammlungen
und die Metamorphose des Kinoerbes: Dateien statt Filme

Spieldauer: 111 Minuten

Der virulente Diskurs und der Paradigmenwandel, wie hinfort die Film-Archive mit dem Technologie-Wechsel der Digitalisierung umgehen, beschäftigt aus aktuellem Anlass auch erstmals die Radiosendung „Kinogong und Platzanweiser“ im Podcast.

Sendetermin der Radiosendung:
FRS Freies Radio Stuttgart
UKW Stuttgart 99,2 MHz
http://www.freies-radio.de
am 05. September 2016
zwischen 10 und 12 Uhr mittags.

Download als .mp3-Datei (103 MB):
https://www.hidrive.strato.com/lnk/1AtAvbtA

Download als .opus-Datei (27 MB):
https://www.hidrive.strato.com/lnk/q5NgvRkr
Anmerkung: Der VLC-Player und Firefox/Chrome-Browser spielen .opus-Dateien ab.

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DDD Diskurs Digitale Dämmerung | Joachim Polzer im Gespräch mit Franz Stadler im Jahr 1998 (Archivproduktion)

DDD Diskurs Digitale Dämmerung: Podcast Folge 39
Kinogong und Platzanweiser: Kinogeschichten zur Kinogeschichte

Joachim Polzer im Gespräch mit Franz Stadler
im Jahr 1998 (Archivproduktion)

Spieldauer: 60 Minuten

Zum 25. Betriebsjubiläum im Jahr 1998 ein Gespräch mit dem damaligen Kinogründer und Kinobetreiber des „Filmkunst 66“ in Berliner Bleibtreustraße, einer Seitenstraße des Kurfürstendamms, unweit des Savignyplatzes. Franz Stadler arbeitet heute in Wien als Fachautor und Herausgeber von Büchern über Film und Kino. Themenschwerpunkte des Gesprächs damals waren das unabhängige Kinomachen der Programmkinobewegung, Kinofestivals und der Verlust des Filmrepertoirs im Kino.

Download als .mp3-Datei (54 MB):
https://www.hidrive.strato.com/lnk/bINAPoEi

Download als .opus-Datei (14 MB):
https://www.hidrive.strato.com/lnk/lYNgPmtV
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Keine Filmmaterial-Kassation in Australien

In laufender Korrespondenz erreicht mich diese Nachricht eines Filmsammlers aus Australien:

[…]

Ja, mich besorgt die derzeitige Diskussion in Deutschland ebenfalls. Z.B., dass Filme nur „selektiv“ als Film archiviert werden sollen sobald sie digitalisiert sind. Obwohl wir wissen, dass wenn gut gelagert, Film sich mindestens ein-, zwei- oder dreihundert Jahre lang haelt (Polyester noch laenger). Digitale Datenformate veralten zu schnell und sind vielleicht schon nach 10 Jahren nicht mehr lesbar… Und wer entscheided, welche Filme „wertvoll“ genug sind, um als Film zu ueberleben; nach welchen Kriterien werden die selektiert?

Von der Vernichtung von Nitratfilmen in Deutschland mal ganz abgesehen. Als ich zum erstenmal davon hoerte, kannte ich das Wort „Kassation“ ueberhaupt nicht, und konnte erst gar nicht glauben was ich da las. In anderen Laendern werden neue Nitratlager gebaut (USA, Australien, Neuseeland, UK, auch Oesterreich, u.s.w.), da man diese Erstkopien von Filmen und Originalnegative als unersaetzlich ansieht. Siehe auch die inzwischen beruehmte „Nitrate Picture Show“ des George Eastman House, wo ausgesuchte Nitrofilme der Oeffentlichkeit gezeigt werden. In Deutschland wandern sie in den Muell.

Wir Sammler hier in Australien sind mit unserem National Film and Sound Archive auch nicht immer zufrieden, aber mehr, weil man nie eine Antwort erhaelt, oder Spender von Filmen nicht richtig gewuerdigt werden. Wenn die jedoch einen Film im Archiv haben, dann bleibt er auch da und man kann sicher sein, dass mit ihm gut umgegangen wird.

Sie haben aber sicher damit Recht, dass viel praktisches Wissen darueber, wie Film funktionert und vorgefuehrt wird, sicher nicht in Archiven zu finden ist, sondern in den Koepfen der Sammler.

Filmsammler gibt es hier in Australien nicht mehr viele. Die meisten sind in Rente und arbeiteten mal als Filmvorfuehrer, oder haben irgendeinen anderen Bezug zur Industrie (Ich bin Mitte 40 und einer der Juengsten). Ein paar Leute sammeln Projektoren, Kameras und anderes „equipment“, das beansprucht aber noch mehr Platz, den ich leider nicht habe; mir genuegt es ein Paar Projektoren zu besitzen, die gut laufen und mit denen ich Filme ansehen kann. Ich interessiere mich sehr fuer die Technik, Projektoren, Filmmaterial und Farbverfahren. Lese mir das Wissen an. Die Geraete selbst muss ich aber nicht besitzen.

[…]

Mit freundlichen Gruessen,
J. K. [Name initialisiert]

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„What happens to an art when its foundational medium disappears?“

MANOHLA DARGIS am 25. August 2016 in der New York Times über den Erhalt und die Restaurierung von Filmwerken:

http://www.nytimes.com/2016/08/28/movies/the-race-to-save-the-films-we-love.html

Darin zwei bemerkenswerte Zitate. Zunächst Michael Pogorzelski, Leiter des US Academy Film Archive: „…we know there are going to be at least four theaters that the academy runs that are still going to be showing film.“ – Und dann noch Schawn Belston, oberster Abteilungsleiter von 20th Century Fox für Medien und Archivdienste: „Analog solution … is still the most trusted and has well-established archival longevity.“ Von der Erzeugung „neuer analoger Probleme“ liest man dort – im Gegensatz zu dem, was man aus Berlin hört – wirklich nichts.

Ergo: Die Sorge um den Erhalt der gesamten, umfassenden Wertschöpfungs-Kette mit und durch Filmmaterial – von der Erzeugung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, über die Bearbeitung und Endsicherung auch digitaler Quellen bis hin zum Erhalt mehrerer Show-Rooms im wahrsten Sinne der Worte –, so gehen Profis in der selbsternannten Filmnation mit der gegenwärtigen und zugegeben fragilen Situation des vollzogenen Technikwandels um.

Und dies ist auch die einzig mögliche Konsequenz bezogen auf die Tatsache, dass der Erhalt der gesamten, umfassenden Wertschöpfungs-Kette auf der Basis von Speichermaterie für Digitaldaten und den Technologien ihrer Wiederdarstellung, d.h. Dequantifizierung, in Bild und Ton, derzeit nicht gegeben ist, allenfalls Marktsituationen des Augenblicks unterworfen sind, die Kommen und Gehen. Chipfabriken, sei es für Computation oder für Datenspeicherung, sind für Archivetats unbezahlbar und werden es auch bleiben. Eine Chipfabrik am Leben und in Arbeit zu halten, ist durch die immanent in der Technologie mitgemeinte Skalierung der Produktionsmenge selbst bei zeitlicher Fixierung (Einfrierung) des technischen Entwicklungstandes beim Ausfall der Marktsituation für öffentliche Institutionen in der Regel unbezahlbar. Der digitale Archivar möchte seine Dosensuppe anscheinend gerne weiterhin im Supermarkt kaufen, statt zunächst Kräuter und Gemüse auf der Wiese selbst zu sammeln. Militärs von Weltmächten können sich auch Einzelchips für jeden Preis herstellen lassen. Allerdings dürfte die Zeit der „Filmkriege“ wirklich vorbei sein.

Die erste der beiden Wertschöpfungs-Ketten ist (noch) im Vergleich zur zweiten verhältnismäßig preiswert zu haben, wenn man jetzt das Richtige tut und Schädliche unterlässt. Daher: Einmal mit Profis arbeiten!

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