Die zunehmend anti-freiheitlichen Staatsverfaßtheit im Bundesland Freistaat Bayern als akzellerierendes Gefährdungspotential des föderalen Zusammenhalts Deutschlands

Die politischen Zustände in Bayern laufen aus dem Ruder und gefährden auf Landesebene so langsam das Subsidaritätsprinzip des Bundesstaates, damit den föderalen Zusammenhalt des Bundesstaates.

Nach dem bevorstehenden Kriminalisierungsgesetz von psychisch Kranken bzw. geistig Behinderten, dem Vergeheimdienstgesetz der Polizeiorgane und der Perpetuierung des Euphemismus „Ankerzentrum“ (zur Etablierung von Lagern zwecks Konzentrierung von Bevölkerungsgruppen auf engem Raum) wird nun auf bayerischen Flughäfen nicht etwa nach potentiellen Gewalttätern, Gefährdern oder Terroristen Ausschau gehalten – es geht immerhin um die Sicherung des Passagierverkehrs mit Flugzeugen –, sondern vielmehr Eltern von schulpflichtigen Kindern an der Grenzkontrolle abgefangen, die bereits in die Ferien fliegen wollten, wo doch die Landesregierung in bayerischen Schulen noch gar keine Ferien verkündet hatte.

Ob Kinder im Ausland nicht fundiertere Erfahrungen über die Bräuche und Kulturen des Auslands machen können, als die, die sie zuhause stets an die schlechten Komponenten deutsche Geschichte erinnern?

Was färbt da von wo kommend auf was ab?

Budapest, Warschau und Braunau auf München?

Das übertretene Strauß-Verdikt der rechten Flanke?

Ehemals politische Dauerberechtigte auf der Flucht nach Hinten?

 

http://www.tagesschau.de/inland/schulschwaenzer-flughafen-101.html

 

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Netflix als Ex-Präsidentenfernsehen

Es ist nicht nur die schiere Masse an Produktionsvolumen, die seit einigen Monaten den global operierenden Streamingvideo-Anbieter zum Major Player des neuen „Paramount“ im ‚all things cinematic‘ gemacht hat, es ist auch die strategische Ausrichtung, welche Pfauenprojekte hier wie zum aufmerksamkeitsheischend weltweiten Mediencoup auserkoren und verkündet werden. Ob nun Martin Scorsese, Orson Welles, Amistead Maupin oder – eben verkündet – Barack und Michele Obama mit dem Ex-Präsidentenfernsehen bei Netflix. Think Big bei Nicht Kleckern sondern Klotzen:
soviel Medienaufmerksamkeit als Promotion gratis gab’s nie.

https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/mehrjaehriger-vertrag-obamas-mit-netflix-ueber-produktionen-einig/22587348.html

http://www.tagesschau.de/ausland/obama-netflix-101.html

http://variety.com/2018/digital/news/barack-michelle-obama-netflix-deal-1202817723/

https://www.hollywoodreporter.com/live-feed/barack-obama-netflix-talks-producing-deal-1093274

https://www.theguardian.com/media/2018/may/21/barack-and-michelle-obama-to-make-films-for-netflix

https://www.independent.co.uk/news/world/americas/obama-netflix-deal-barack-michelle-show-series-a8362086.html

http://www.bbc.com/news/entertainment-arts-44203291

https://www.nytimes.com/2018/05/21/us/politics/barack-obama-netflix-show.html

https://www.sfgate.com/entertainment/television/article/Netflix-says-it-has-signed-Barack-and-Michelle-12931318.php

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CINEMA LED SCREEN

Michel aus der Schweiz berichtet mir von seinen ersten Besucher-Erfahrungen mit der Erstinstallation einer CINEMA LED SCREEN in Zürich:

„Habe die Technik jetzt mit 2 Filmen gesehen. Leider bisher kein 3D oder 4K oder HDR. Der Schwachpunkt im Moment ist der Saal (nicht perfekt absorbierend, Exit Licht neben der Leinwand von Gesetzes wegen) und die Quellen (nutzen das perfekte Schwarz gar nicht, auch nicht beim Abspann, und sind bisher nur SDR, nicht HDR).

Den Protest von Nolan und Konsorten kann ich nicht ernst nehmen, wenn ihr Argument ist, dass sie im Kino nicht nur Fernsehen wollen. Das ist kein technisches Argument, und auch kein ästhetisches, da es mit der LED Technik zuerst mal gar nichts zu tun hat. Typische Artefakte der analogen Filmprojektion gingen schon mit den Digitalprojektoren weg, nicht erst mit LED Wänden. Zudem kann man diese bei Bedarf (ist da wirklich ein Bedarf??) durchaus simulieren (Mehrfachbilder mit schwarzen Zwischenbildern, Wackeln, Verschmieren…). Was soll also der dämliche Vergleich mit Fernsehen?“

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101 Jahre Jean-Pierre Melville

Die Kinopublizistik bei der Deutschen Welle hat Niveau. Nachverfolgen kann man dies mittels App und Web an deren Sendungen und Textbeiträgen.

Jochen Kürten rezensiert bei DW das bei STUDIOCANAL erschienene DVD-/Bluray-Boxset zu Melville, indem er die 10 dort veröffentlichten Spielfilmarbeiten Melvilles (von 13 Werken insgesamt) vorstellt und in einen historischen Kontext einbettet, in dem Melville als das „Bindeglied zwischen Hollywood und der Nouvelle Vague“ gilt. Von der Remastering-Offensive in Frankreich konnte man sich am Beispiel Melville in den letzten Monaten bei ARTE schon über das ein oder andere aus dem Boxset vorliegenden Filmwerk mittels Fersehausstrahlung ein Urteil bilden, freilich auf niedrigem Bitratenniveau.

http://www.dw.com/de/zwischen-existenzialismus-und-kriminalfilm-jean-pierre-melville/a-42900455

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100 Jahre André Bazin

Dass an das 100. Geburtsjahr (und das 60. Todesjahr) von André Bazin ausgerechnet der langjährige Theaterkritiker des Tagesspiegels, Peter von Becker, dort erinnert und nicht einer der gerade in Cannes offensichtlich abwesenden Filmkritiker des Berliner Tagesblattes, spricht Bände.

Dass insgesamt an Bazin so wenig in den letzten Wochen erinnert wurde, zeigt die zunehmende Schwäche jenes nachlassenden Schocks des Kinos, seine abnehmende Kraft im Gegenwärtigen.

https://www.tagesspiegel.de/kultur/essays-des-filmkritikers-andre-bazin-vom-wahren-schock-der-kunst/21577022.html

Immerhin Georg Seeßlen mit einem Kalenderblatt beim Deutschlandfunk:

http://www.deutschlandfunk.de/vor-100-jahren-geboren-der-franzoesische-filmkritiker-andre.871.de.html?dram:article_id=415793

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Soll man „Filmkultur“ akademisch lernen ?

In Frankfurt am Main wird derzeit als inter-institutionelles Projekt der akademische Master-Studiengang Filmkultur („Film Culture: Archiving, Programming, Presentation“) begründet.

Ziel der Programms sei:

„The master’s program aims at training scientific personnel for film culture intuitions, such as film and media archives, museums, festivals, as well as for film laboratories, televisions and media companies. The program provides a solid scholarly knowledge of film and media as well as professional skills in film archiving and curatorship. At the same time, the program offers a research focus on film culture and archiving, with graduates becoming eligible for Ph.D. programs in film and media studies upon graduation.“

Meine Vorbehalte dagegen sind weniger inhaltlich und formal begründet. Vielmehr wird sich hier ebenfalls, wie in den bereits bestehenden akademischen Filmrestaurierungs-Studiengängen und bei den Filmschulen auch, sehr schnell zeigen, dass der Massen-Ausstoß an Graduierten und damit Berechtigten in keiner Weise mit den beruflichen Marktgegebenheiten in Einklang gebracht werden kann. Soll der Wissenserwerb eine Spielerei und ein Hobby bleiben, benötigt es keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Lehrende und deren Institutionen. Die Legende „Nur einer kam durch„, wonach der eine Wenders oder Petersen den ganzen institutionellen Aufwand rückwirkend und als Antizipation auch zukünftig rechtfertigt (und die anderen eben nur mitlaufen und die Getriebe geschmeidig halten), erscheint mir antiquiert. Die ganze Mühe hätte man anders aufsetzen müssen, an der beruflichen Zukunft, der Archivschränke öffnenden Basisarbeit eben, — und nicht an den zu geringen Chancen ihrer Verwirklichung.

http://master-filmkultur.de/medien/2018/03/Minding_the_Materiality_of_Film_FINAL.pdf

http://master-filmkultur.de/

 

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100 Jahre Bergman: die Filmdokumentationen

Owen Gleiberman bei Variety mit einer euphorischen Rezension zur Erstaufführung von Jane Magnussons Dokumentarfilm „Bergman – A Year in a Life“ beim Film Festival von Cannes:

http://variety.com/2018/film/reviews/bergman-a-year-in-a-life-review-ingmar-bergman-1202808268/

Die Premiere von Margarethe von Trottas “Searching for Ingmar Bergman” steht in Cannes noch aus.


Update, 20. Mai 2018:
Boyd van Hoeij und Todd McCarthy mit den Rezensionen beider Filmdokumentationen beim Hollywood Reporter:

https://www.hollywoodreporter.com/review/bergman-a-year-a-life-bergman-ett-ar-ett-liv-1111535

https://www.hollywoodreporter.com/review/searching-ingmar-bergman-review-1112426

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